Die sanfte Kastration der Hündin

Die Kastration der Hündin – Endoskopische Kastration

Ist und bleibt ein aktuelles Thema. Ist die Entscheidung gefallen eine Hündin kastrieren zu lassen, stellt sich die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt. Hierbei ist aus medizinischer Sicht zu bedenken, dass der Zeitpunkt der Kastration ein entscheidender Faktor für das lebenslange Risiko an Gesäugetumoren zu erkranken ist. Studien haben ergeben, dass das Risiko bei Hündinnen, die vor der ersten Läufigkeit kastriert werden bei unter 1% liegt. Hündinnen die zwischen der ersten und zweiten Läufigkeit kastriert werden bei bis zu 3% und bei Hündinnen nach der 2. Läufigkeit bei etwa 21% liegt.  

Hinweise, dass Hündinnen bei der Kastration vor der ersten Läufigkeit negative Entwicklungsstörungen zeigen, sind nicht belegt. Aber auch eine spätere Kastration kann in vielen Fällen sinnvoll sein. 

Medizinische, psychische und soziale Faktoren können ausschlaggebend sein und müssen im Einzelnen bedacht werden. Hierzu zählen u.a. die Scheinträchtigkeit, Fehl-Laktationen (ohne Welpen), der Vaginalvorfall oder auch der Zyklus-induzierte Diabetes.  

Welche Möglichkeiten der Kastration bestehen? -Kastration bedeutet immer die Entfernung von wahlweise nur den Eierstöcken oder von Eierstöcken und Gebärmutter. Hier gibt es die konventionellen Verfahren mit Eröffnung der Bauchhöhle durch einem mehr oder weniger langen Schnitt oder die sogenannte endoskopische Operation. Der endoskopische (= laparoskopische) Zugang ist in der Humanmedizin seit vielen Jahren Standard in der minimal invasiven Chirurgie. Bei der endoskopischen Kastration nutzen wir zwei oder drei wenige Millimeter große Zugänge zum Bauchraum, durch die mittels Schlüsselloch-Technik die Hündin kastriert wird. Sowohl die Eierstockentfernung, wie auch die Entnahme der Gebärmutter können auf diese Weise erfolgen.

Diese Methode ist bedeutend schonender für die Hündin. Vorteile sind:

                Nur zwei bis drei kleine Zugänge

                Minimale Wunden bedeuten minimale Hautverschlüsse

Geringeres Risiko für postoperative Schwellungen, Blutungen, Infektionen und Wundheilungsstörungen

Geringerer Wundschmerz, wenig Narbenbildung

Kurze Heilungsphase

Die Hündin ist am nächsten Tag in der Regel wieder fit für körperliche Aktivität.

 

                              Falls Sie Fragen haben sprechen Sie uns an.

 

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